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Wissenschaftstheorie und Wertung

Technische Universität Berlin

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Title Wissenschaftstheorie und Wertung
Wissenschaftstheorie und Wertung, or How to Use the Philosophy of Science for Ideology-Free Orientation in Ethics and Politics (Anderer Titel DC.Language=POL: Teoria nauki i ocena )
 
Creator Dahlmanns, Karsten
 
Subject Wissenschaftstheorie, Kritischer Rationalismus, Popper, Liberalismustheorie, Theorie der Demokratie, Kritik des Antiliberalismus, Ethik
Philosophy of Science, Critical Rationalism, Popper, Liberalism, Democracy,Critique of Anti-Liberalism, Ethics Weitere Schlagwoerte DC.Language=POL:
Philosophy
 
Description In der Medien- oder Informationsgesellschaft unserer Tage sind die Menschen einer Flut von Vorschlägen und Forderungen



ausgesetzt, welcher Auffassung sie bezüglich ethischer und staatsphilosophischer, aber auch ganz privater, gleichsam



lebensphilosophischer Fragestellungen sein sollen. Unter diesen Vorschlägen in nicht-beliebiger Weise die geeigneteren



auszuwählen, unangemessene Forderungen jedoch aus sachlichen Gründen zurückzuweisen, ist für deren Bürger alles andere



als einfach, sondern eine wirklich schwierige Aufgabe; - zumal in einer pluralistischen Gesellschaft der Rekurs auf



örtliche Traditionen keine allgemeine Verbindlichkeit stiften kann. Zwar ist der Rückzug in ein juste milieu immer möglich;



doch bleibt er systematisch, was er in menschlicher Hinsicht ist: Ein Rückzug. In dieser Situation Rat zu schaffen, ist das Ziel



von Wissenschaftstheorie und Wertung. Dabei wird natürlich nicht prätendiert, der Verfasser wisse um das Wesen des



Guten Lebens oder des Gerechten. Es geht vielmehr darum, geeignete Auswahlwerkzeuge vorzustellen, die da unabhängig



von örtlich beschränkten Teiltraditionen und den Vorlieben des Verfassers nicht sinnvoll als beliebig bezeichnet werden



können. Wissenschaftstheorie und Wertung schlägt vor, diese Auswahlwerkzeuge in den Ergebnissen der



Wissenschaftstheorie des Kritischen Rationalismus von Karl Popper und jenen zu erblicken, die den Popperschen Ansatz



kritisch weiterverfolgt haben. Die Wissenschaftslogik bietet einen von örtlichen Kulturemen weitestgehend unabhängigen



Maßstab einer ihrer wesentlichen Züge ist ja, daß das Geschlecht, die Hautfarbe oder religiöse Orientierung dessen, der



ein Argument vorträgt, keine Rolle spielen soll , und der Nachweis, daß es sich bei der Wissenschaftslogik um etwas



äußerst Grundlegendes handle, ist sehr einfach ex negativo zu führen. Der Wertproblematik wird dabei durch verschiedene



technisch-methodologische Maßnahmen Rechnung getragen. Die Argumentation von Wissenschaftstheorie und Wertung ist



einfach und übersichtlich: Zunächst wird aus Poppers Aufsatz Die Zielsetzung der Erfahrungswissenschaften ein



methodisches Prinzip gewonnen. Anschließend werden die Ergebnisse der Wissenschaftstheorie zu Regeln adaptiert, anhand



derer man Vorschläge über das Gute Leben und das Gerechte wie Material prüfen kann. Die so gewonnenen Regeln wirken



also wie Denk-Werkzeuge, mit denen die Menschen ungeeignete von eventuell geeigneten Vorschlägen bezüglich ethischer



und staatsphilosophischer Dinge unterscheiden können. Natürlich ist bei alledem das Verhältnis von Prüfregeln und



methodischem Prinzip ein streng systematisches; d.h. es werden nur solche Regeln aufgenommen, die der Verwirklichung des



methodischen Prinzips tatsächlich dienen, und die Gesamtheit der Regeln soll für die Umsetzung des methodischen Prinzips



hinreichend sein. Die Prüfregeln werden in vier Gruppen vorgestellt, geordnet nach den Forderungen: 1.Daß die Vorschläge



keine Sätze enthalten mögen, die nachgewiesenermaßen falsch sind; 2.einen größtmöglichen Anteil von Sätzen enthalten



sollen, die falsch sein können (wobei die Fakt/Wert-Unterscheidung zu berücksichtigen ist); 3.Umfassendheit zeigen sollen



und 4.systematische Tiefe an den Tag legen mögen. Wenn man in dieser Weise vorgeht, bedarf man keiner gesonderten



Brückenprinzipien, wie sie Hans Albert vorschweben. Inhaltlich betrachtet, entsteht aus der Anwendung von Prüfkriterien,



die der Wissenschaftstheorie entstammen, eine robuste, weil systematisch tiefe und von örtlichen Traditionen unabhängige



Legitimation der Liberalen Demokratie. Wie es aus kritizistischer Perspektive nicht anders sein kann, handelt es sich dabei



um eine Legitimation ex negativo, den Ausschluß konkurrierender Vorschläge bezüglich staatsphilosophischer



Angelegenheiten. Wo es um gleichsam innerdemokratische Fragestellungen geht, schließt das Prüforganon von



Wissenschaftstheorie und Wertung sowohl paternalistische, als auch radikalliberale (libertarian) Vorschläge aus.



Verschiedene weitere Implikationen lassen sich ablesen oder selbst ziehen. Hinsichtlich privaterer, lebensphilosophischer



Sorgen und Träume schließlich eignet dem Prüfapparat eine besondere Schutzfunktion. Wie sich nämlich im



Durchführungsteil erweist, hat keine einzige der in Feuilletons und anderswo verbreiteten Verzweiflungsreligionen



Bestand. Folglich wird sich ein Mensch, der mit solchen Prüfregeln vertraut ist, deren Herleitung und Legitimation selbst



verstanden hat, von Schreckgespenstern wie Sinnverlust, Solipsismus und Relativismus, von anti-europäischen



Schlagworten wie der Phrase intellektueller Imperialismus, von der Vergottung des Kunstlosen in der Kunst und was



dergleichen mehr sein möchte, nicht mehr schrecken lassen. Dies ist ganz sicher ein besonderer Akzent der vorliegenden



Arbeit, zumal Wissenschaftstheoretiker über derartig unnütze Fragestellungen nur selten nachdenken. Eine Reflexion über



die Grenzen des vorgestellten Ansatzes beschließt Wissenschaftstheorie und Wertung.
Liberal Democracy embedding the principles (or virtues) of pluralism and tolerance,



always finds itself threatened by the onslaught of anti-liberal ideologies, such as theocratic propaganda, the variants of



Marxism, fascist thought-clusters etc. Therefore, defending Liberal Democracy is always important, but, under the conditions



of pluralism, not in every case trivial, as far as the philosophical foundations for such a defence are concerned. The option



human rights endowed by God does not pierce deeply enough in a pluralist world, if ever it did. Furthermore, modern



pluralist society is often scorned to make intellectual orientation more difficult or even impossible for its own citizens. In the



turmoil of competing ideologies, beliefs and counterbeliefs, commandments and quasi-pedagogic recommendations, citizens



of modern pluralist societies feel a pressing demand for a means of measurement, or set of criteria, to select among all these



ethical, aesthetical, or political proposals. But whence can they obtain them? And how can they prove that their selection



criteria are not ideological or a mere quodlibet themselves, since such measuring ideologies by ideologies would destroy



the very idea of true intellectual orientation? This is the problem situation which Wissenschaftstheorie und Wertung tries to



mend. In order to do this
a method of weak presuppositions is followed to show ex negativo that the (expanded) logics



enabling us to make scientific discoveries constitute a proper criterion which can be used to check ethical or political



propositions. This criterion is non-ideological in all possible senses, for the logic of science itself urges us to ignore the



race, sex or religious affiliation of the person arguing. Since the inner ways of science are best explored by Popper and his



constructive Critics, Wissenschaftstheorie und Wertung develops the organon of Critical Rationalism into easily usable



thought-tools which enable the citizens of pluralist societies to select among all the ethical and political propositions they



hear, read, or otherwise glean. With the right methodological steps, such a development is possible without any blur on the



fact/value-dichotomy which remains fully respected in the given approach. Technically, Wissenschaftstheorie und Wertung



gains a methodological principle from Poppers Essay The Aim of Science, realized by a set of methodological rules or



selection criteria. The ethical or political proposals available on the ideology market serve as material for inspection.



Ethical or political propositions not refuted by the methodological apparatus might be called suitable or less bad: They



constitute what is recommended by Wissenschaftstheorie und Wertung again ex negativo. It should be noted here that the



given approach does not need special Brueckenprinzipien, or principles to bridge the gap between science and ethics, as



suggested by Hans Albert. The problem of how to legitimate such Brueckenprinzipien seems therefore solved. Materially,



the thought-tools of Wissenschaftstheorie und Wertung provide a robust legitimation (of course, ex negativo) of Liberal



Democracy, not erodable by cultural relativism and not dependent on any overlapping consensus of Rawlsian provenience.



Paternalistic proposals are refuted by its organon as well as libertarian ones, which are blind for the necessity of rational



social politics. Concerning more private ethical matters, Wissenschaftstheorie und Wertung serves as an antidote against



many a gloomy ideology, usually called modern or deeply thought, such as solipsism, ethical or even epistemological



relativism, reductionism of psychoanalyst style, or aesthetical brutalism. This nuance might turn out to be important, since the



tradition of continental Lebensphilosophie, or existentialism, has the semblance of being in love with the depressing or even



schizophrenogene. With a reflection on the bounds of the given approach and on the twofold nature of the ethical



Wissenschaftstheorie und Wertung closes.


Abstract in einer weiteren Sprache DC.Description=POL:
Karsten Dahlmanns Teoria nauki i ocena - tytul pracy doktorskiej z dziedziny filozofii, obronionej w dniu 09.05.2003 r. W



spolecznosci zdominowanej mediami i informacja ludzie przytloczeni sa nadmiarem propozycji i zadan zwiazanych z



szeroko rozumiana postawa. Mam tu na mysli postawe wobec etyki, filozofii panstwa, ale i równiez postawe innego rodzaju



osobista filozofie zycia. Z perspektywy obywatela nie nalezy do latwych swiadomy wybór sposród wielu propozycji



bardziej optymalnych, nie mniej trudne zdaje sie odrzucenie niestosownych zadan z czysto racjonalnych powodów. Jest to



wynik pluralistycznej struktury spoleczenstwa, w którym odwolywanie sie do miejscowych tradycji przestalo byc ogólnie



wiazace. Wprawdzie caly czas jeszcze mozliwy jest powrót do juste milieu, to jednak dla czlowieka pozostanie on w ujeciu



systematycznym nadal tym, czym jest: powrotem. W tej sytuacji celem nadrzednym Teorii nauki i oceny staje sie



wypracowanie rozwiazania. Rezygnuje sie tutaj przy tym z roszczenia sobie jakichkolwiek pretensji, autorowi bowiem



doskonale znana jest istota sprawiedliwosci badz Dobrego Zycia. Chodzi natomiast raczej o zaprezentowanie



odpowiednich instrumentów wyboru, które niezaleznie od ograniczen stawianych przez miejscowa tradycje i upodoban



autora mozna okreslac jako nie dowolne. Teoria nauki i ocena proponuje spojrzec na owe instrumenty wyboru poprzez



wyniki teorii nauki Racjonalizmu Krytycznego wypracowanego przez Karla Poppera i jego krytycznych nastepców.



Naukowa logika dostarcza kryterium pozostajace poza wplywem miejscowych czynników kultury; jedna z jej wazniejszych



zasad mówi, ze plec, kolor skóry lub orientacja religijna osoby poslugujacej sie argumentem nie odgrywaja zadnej roli.



Dowód zas, ze w naukowej logice chodzi o cos fundamentalnie zasadniczego, mozna przeprowadzic bardzo prosto stosujac



metode ex negativo. Oczywiscie, bierze sie przy tym pod uwage, podejmujac rózne techniczno-metodologiczne kroki,



problematyke wartosci. Argumentacja Teorii nauki i oceny jest prosta i przejrzysta: najpierw esej Poppera pt. Okreslanie



celu nauki doswiadczalnej (The Aim of Science) sluzy za zródlo pozyskania metodycznej zasady. W koncu przeksztalca



sie wyniki teorii nauki w kryteria, na podstawie których mozna skontrolowac propozycje odnoszace sie do sprawiedliwosci



i Dobrego Zycia niczym material. Pozyskane w ten sposób kryteria dzialaja wiec podobnie jak instrumenty mysleniowe,



dzieki którym ludzie w swoim stosunku wobec etyki i panstwa potrafia odrózniac nie nadajace sie propozycje od tych



ewentualnie nadajacych sie. Rozumie sie, ze relacja miedzy kryteriami kontroli a metodyczna zasada jest scisle



systematyczna. Tylko takie kryteria sa wiec wykorzystywane, które faktycznie sluza urzeczywistnieniu metodycznej zasady.



Wszystkie kryteria razem powinny wystarczyc dla zastosowania metodycznej zasady. Kryteria kontroli przyporzadkowane sa



czterem grupom wg zadan: 1.propozycje moga nie zawierac zdan, które co mozna dowiesc sa nieprawdziwe;



2.propozycje powinny zawierac w miare mozliwosci najwieksza czesc zdan, które moga byc nieprawdziwe (nalezy przy tym



uwzgledniac róznicowanie na poziomie fakt/wartosc), 3.powinny byc wyczerpujace i 4.byc zdolne do ujawniania



systematycznej glebi Jesli postepuje sie w ten sposób, nie potrzeba zadnych dodatkowych podzasad lub



Brückenprinzipien, jakie wyróznia i opisuje Hans Albert. Z zastosowania kryteriów kontroli, zaczerpnietych z teorii nauki,



wylania sie trwala, systematyczna, niezalezna od miejscowych tradycji legitymizacja liberalnej demokracji. Chodzi przy tym



jak w przypadku kazdego krytycznego ujecia o legitymizacje na zasadzie ex negativo, o unicestwienie konkurujacych ze



soba propozycji w kontekscie spraw odnoszacych sie do filozofii panstwa. Tam, gdzie poruszane sa



wewnatrzdemokratyczne kwestie, mechanizm kontrolujacy z Teorii nauki i oceny wyklucza zarówno paternalistyczne jak i



radykalno-liberalne propozycje. Rózne inne implikacje narzucaja sie same na zasadzie interpretacji badz wniosku. W



odniesieniu do trosk jak i marzen naznaczonych prywatnoscia i filozofia zycia przypisuje sie aparatowi kontrolujacemu



szczególna funkcje ochronna. Jak okazuje sie bowiem w czesci, w której dokonuje sie przeprowadzenia, ani jedna z



rozpowszechnionych w felietonach czy gdziekolwiek indziej religii zwatpienia nie trwa wiecznie. W koncu czlowiek



zaznajomiony z owymi kryteriami kontroli, których pochodzenie i legitymizacje sam pojal, nie da sie zastraszyc przez takie



demony, jak np. utrata sensu, solipsyzm i relatywizm, zawolania antyeuropejskie, jak np. formula intelektualnego



imperializmu, wreszcie ubóstwienie antysztuki w sztuce i inne. Z pewnoscia jest to szczególny wymiar omawianej pracy,



tym bardziej szczególny, ze ludzi uprawiajacych teorie nauki nadzwyczaj rzadko zajmuja owe niepotrzebne kwestie.



Teorie nauki i oceny wienczy refleksja na temat granic zdefiniowanej zasady.
 
Publisher Technische Universität Berlin
Fakultät I - Geisteswissenschaften. Fakultät I - Geisteswissenschaften -ohne Zuordnung zu einem Institut-
 
Date 2003
 
Type Text.Thesis.Doctoral
 
Format application/pdf
 
Identifier urn:nbn:de:kobv:83-opus-6553
http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2004/655/
 
Language ger
 
Rights http://opus.kobv.de/tuberlin/doku/lic_mit_pod.php