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Der Zusammenhang zwischen Schmerzmedikation, Schmerzstärke und Depression bei älteren multimorbiden Patienten

Digitale Bibliothek Thüringen

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Title Der Zusammenhang zwischen Schmerzmedikation, Schmerzstärke und Depression bei älteren multimorbiden Patienten
 
Creator Hammer, Anne
 
Contributor Gensichen, Jochen
Freitag, Michael
Meißner, Winfried
 
Type dissertation
Text
doc-type:doctoralThesis
 
Identifier https://doi.org/10.22032/dbt.34139
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:27-dbt-20180212-1217550
https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00034139
https://www.db-thueringen.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbt_derivate_00040326/Dissertation_Anne_Hammer.pdf
http://uri.gbv.de/document/gvk:ppn:1013703790
 
Subject Abschlussarbeit
doctoral thesis
ddc:610
Chronischer Schmerz -- Multimorbidität -- Schmerztherapie -- Depression
 
Description Chronischer Schmerz gehört zu den häufigsten und stärksten gesundheitlichen Beeinträchtigungen, insbesondere im höheren Lebensalter. Psychische Erkrankungen wie Depression beeinflussen das Auftreten von chronischen Schmerzen. Insbesondere bei älteren, multimorbiden Patienten in der Primärversorgung wurden diese Zusammenhänge noch wenig untersucht. Wie häufig treten chronische Schmerzen bei älteren multimorbiden Patienten in der Primärversorgung auf, wie werden diese behandelt, gibt es Zusammenhänge mit dem Vorhandensein von Depression? Grundlage der Studie bildeten die Baseline-Daten der multizentrischen Kohortenstudie MultiCare zu 3.189 Patienten im Alter von 65-84 Jahren mit mindestens drei chronischen Erkrankungen. Die berichtete Schmerzstärke wurde mit der Graded Chronic Pain Scale und die Depression mit der Geriatric Depression Scale-15 erhoben. Das WHO-Stufenschema diente zur Klassifikation der Schmerzmedikation. Die Daten wurden deskriptiv analysiert, inferenzstatistisch getestet und mittels multivariater logistischer Regressionsverfahren näher untersucht. Der Zusammenhang zwischen Schmerzintensität und eingenommener Schmerzmedikation war hoch signifikant positiv (Kendall-Tau-b 0,340; p <0,001). Das Vorliegen einer Depression war unabhängig von der Schmerzmedikation mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für starke Schmerzen assoziiert (OR 2,15; 95% CI 1,76-2,63). Die Wahrscheinlichkeit, ein stärkeres Schmerzmedikament einzunehmen, stieg mit dem Vorliegen einer Depression (OR 1,62; 95% CI 1,14-2,3). Bei der ärztlichen Beurteilung der Schmerzstärke und der notwendigen Verordnung von Schmerzmedikamenten bei multimorbiden Patienten sollte das Vorliegen einer Depression berücksichtigt werden.
 
Date 2018-02-12
2017
 
Format 97 Seiten
 
Language deu
 
Rights all rights reserved
info:eu-repo/semantics/openAccess