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Rolle zirkulierender und intramyokardialer dendritischer Zellen bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie und Myokarditis

Digitale Bibliothek Thüringen

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Title Rolle zirkulierender und intramyokardialer dendritischer Zellen bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie und Myokarditis
 
Creator König, Sebastian
 
Contributor Yilmaz, Atilla
Ferrari, Markus
Surber, Ralf
 
Type dissertation
Text
doc-type:doctoralThesis
 
Identifier https://doi.org/10.22032/dbt.34048
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:27-dbt-20180126-1106501
https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00034048
https://www.db-thueringen.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbt_derivate_00040233/dissertationkönig.pdf
http://uri.gbv.de/document/gvk:ppn:1011627132
 
Subject Abschlussarbeit
doctoral thesis
ddc:610
 
Description In der Pathogenese der dilatativen Kardiomyopathie (DCM) und der Myokarditis spielen infektiöse und autoimmunologische Prozesse eine entscheidende Rolle. Die Rolle dendritischer Zellen (DC) als antigenpräsentierende Zellen mit diversen Funktionen wird im Kontext akuter und chronischer Inflammation bei kardialen Erkrankungen kontrovers diskutiert. Ziel der Arbeit war die Untersuchung der Zellzahlen unterschiedlicher DC-Subspezies in verschiedenen Kompartimenten bei DCM- und Myokarditis-Patienten. Innerhalb von 3 Jahren wurde prospektiv Blut von 35 Patienten mit erstdiagnostizierter DCM sowie 23 Patienten mit akuter Myokarditis mittels Durchflusszytometrie untersucht und mit Blutproben von 50 kardial gesunden Kontrollprobanden verglichen. In der DCM-Gruppe zeigte sich eine im Krankheitsverlauf fortschreitende Reduktion der Fraktion myeloider DCs (mDC). Diese korrelierte mit dem Schweregrad der Herzinsuffizienz und wurde als unabhängiger Risikofaktor hinsichtlich einer Einschränkung der kardialen Funktion identifiziert. In der Myokarditis-Gruppe wurde zum Diagnosezeitpunkt eine Reduktion aller DC-Subspezies mit Wiederanstieg im Krankheitsverlauf beobachtet. In einem zweiten Studienteil wurden retrospektiv Endomyokardbiopsien (EMB) von 84 erstdiagnostizierten DCM-Patienten sowie 6 Myokarditis-Patienten immunhistochemisch aufgearbeitet und mit 33 Autopsieproben herzgesunder Verstorbener verglichen. Im Myokard von DCM-Patienten zeigte sich eine Reduktion der mDCs. Patienten mit myokardial nachweisbarem Virusgenom zeigten eine ausgeprägtere Zellzahlreduktion der mDCs. Die signifikanten Ergebnisse in den Regressionsanalysen vor allem der mDC-Zahlen im Blut deuten auf eine prognostische Relevanz hin, wenngleich aufgrund des deskriptiven Studiencharakters keine kausalen Schlüsse zur Pathogenese zulässig sind. Weitere Studien mit größerer Fallzahl sind notwendig, um die Ergebnisse dieser Arbeit zu validieren.
 
Date 2018-01-26
2017
 
Format 112 Seiten
 
Language deu
 
Rights https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/
info:eu-repo/semantics/openAccess