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„Erwartungen von türkischen Eltern an religiöse Erziehung in Moscheen in Deutschland“

University of Marburg, Germany

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Title „Erwartungen von türkischen Eltern an religiöse Erziehung in Moscheen in Deutschland“
Expectations of Turkish parents to religious education in mosques in Germany
 
Creator Yilgin, Mehmet
 
Subject Islamische Religionserziehung in Moscheen in Deutschland
Philosophy
 
Description „Erwartungen von türkischen Eltern an religiöse Erziehung in Moscheen in Deutschland“.

Diese Dissertation gehört zum Thema der islamischen Erziehung in Deutschland gehört, nämlich die Erwartungen der deutschen Gesellschaft an Moscheen, die seit dem 11.09.2001 immer wieder zur Sprache gekommen ist. Da ist es wichtig, dass diese Dissertation umgekehrt im ersten umfang¬reichen Hauptteil (§ 4) „Religiöse Dienste in den Moscheen in Deutschland“ (28-53) klarstellt, was an Praxis religiöser Erziehung heute in DITIB- Moscheen in Deutschland zu beobachten ist. Dem korrespondieren dann als zweiter umfangreicher Hauptteil (§ 6) die „Feststellungen und Auswertungen“ von Beobachtungen bei türkischen Familien und ihren Erwartungen und Proble¬men beim Religionsunterricht in Moscheen (61-96 Bis heute ist die Frage hochaktuell geblieben, wie eine Imam-Ausbildung für Moscheen in Deutschland auszusehen hat, damit dort analog katholischem Firmungs- und evangelischem Konfirmationsunterricht eine für das Leben in den hiesigen Kontexten hilfreiche Einführung in die Glaubenspraxis realistisch erwartet werden kann, die den an öffentlichen Schulen aus Gleich¬behandlungsgründen zu erteilenden islamischen Religionsunterricht von übertriebenen Erwartun¬gen entlasten kann. Von übergreifender religionswissenschaftlicher Relevanz ist dabei die Mög¬lichkeit, die Vorstellungswelten und handlungsleitenden Interessen wahrzunehmen, die für eine Religion kennzeichnend sind.

Die Einleitung (5-9) erläutert in Anlehnung an die Wissenssoziologie von Karl Mannheim Grund-legendes, was die erste, zweite und dritte Generation türkischer Migranten in Deutschland jeweils an gemeinsamen Erlebnissen und zugehörigen Meinungen und Interpretationen verbindet.

Das Kapitel über Moscheen und türkisch-islamische Organisationen in Deutschland (§ 3) um¬reißt nach dieser Bestimmung von Methoden und Begrenzung der Untersuchung sowie des Zu¬gangs und der Kriterien der Auswertung den allgemeinen Charakter der Untersuchungsorte. Dazu gehört die soziokulturelle Geschichte der Moschee (20-26) mit kurzen Erläuterungen der Begriffe für Orte monotheistischen Gottesdienstes und der ersten Moscheen sowie der geschicht¬lichen und gegenwärtiger Gesamtsituation für Moscheen in der Türkei und in Deutschland.
Das mit zahlreichen Untergliederungen ausdifferenzierte Kapitel über religiöse Dienste (§ 4), die Moscheen anbieten, skizziert zunächst die Rahmenbedingungen in der Türkei und in den DITIB- Moscheen in Deutschland. Erwartungen von türkischen Eltern an islamische Erziehung sind nicht unabhängig von sog. Bedingungen des Islam, die unter der Überschrift „Gottesdienstliche Handlungen“ (30-37) voranstellt werden: das Glaubensbekenntnis und das fünfmalige rituelle Gebet, gefolgt von der traditionellen und der im Rahmen der eigenen Untersuchung fest-gestellten Bedeutung der Gebete in der Moschee, besonders des Freitagsgebets, sowie des emp-fohlenen Nachtgebets im Fastenmonat, der Festgebete, der Koranrezitation im Ramadan und der Mevlid- Lesung. Unter der Überschrift „Erziehung“ (38-53) wird dann - vor den von Diyanet- und DITIB-Moscheen angebotenen Korankursen in der Türkei (46f.) und in Deutschland (48-52) samt den die fehlende islamische Umwelt ausgleichenden Unterrichtsformen für Männer, Frauen und Jugendliche (52-56) - die traditionelle Auffassung von Kindererziehung im Islam (48f.) dar-gestellt. Dazu gehören religiöse Grundkenntnisse, die nach Überzeugung der Mehrheit islami-scher Gelehrter jedem Muslim bekannt sein müssen, um das tägliche Leben im Sinne des Islam zu führen hinsichtlich Glaube, Gottesdienst und Moral (39-42).
Im Kapitel „Religiöse Dienste außerhalb der Moschee“ (§ 5) geht es um soziale und kulturelle Dienste wie Vorträge mit religiösen und kulturellen Inhalten oder Haus- und Anstaltsbesuche (54f.) sowie den interreligiösen Dialog (55-60) als weitere Aktivitäten von DITIB- Religions-beauftragten – die deren und der Eltern Verständnis von islamischer Erziehung beeinflussen. Das dann wieder mit zahlreichen Untergliederungen ausdifferenzierte Kapitel 6 gibt im Blick auf Feststellungen und Auswertungen zunächst genaue Informationen über kontaktierte türkische Familien.
 
Publisher Universität Marburg
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie. Gesellschaftswissenschaften und Philosophie
 
Date 2007
 
Type Book
 
Format application/pdf
 
Identifier urn:nbn:de:hebis:04-es2008-00057
http://archiv.ub.uni-marburg.de/es/2008/0005/
 
Language ger
 
Rights http://archiv.ub.uni-marburg.de/opus/doku/urheberrecht.php