Record Details

Der Begriff des Raumes im 'Timaios' im Zusammenhang mit der Naturphilosophie und der Metaphysik Platons

University of Konstanz, GERMANY, KOPS

View Archive Info
 
 
Field Value
 
Title Der Begriff des Raumes im 'Timaios' im Zusammenhang mit der Naturphilosophie und der Metaphysik Platons
Plato's concept of space. A study of the philosophy of nature and the metaphysics in the 'Timaeus'
 
Creator Lee, Kyung Jik
 
Subject Raum
Materie
Natur
Ideenlehre
Metaphysik
eikos logos
Platon
Mathematik
space
matter
nature
theory of Ideas
metaphysics
Philosophy
 
Description Im ersten Kapitel geht es zunächst um eine allgemeine Darstellung des Wesens der Naturphilosophie Platons. Das von Platon betonte Wahrscheinliche jeder Naturerklärung beruht in der Anwendung exakter Erklärungen auf die (sinnlichen) Dinge, die ein von Verstand oder Vernunft nicht erreichbares Moment einschließt.
Das zweite Kapitel betrifft das Wesen des Demiurgen, der als Konstrukteur der Welt dargestellt wird. Das Ziel ist zu zeigen, daß der Demiurg eine Metapher für Timaios, den Autor' des Lehrvortrags, ist und dieser wiederum den (konstruierenden) Verstand bzw. die (konstruierende) Vernunft darstellt. Die Welt entsteht in der Theorie.
Im dritten Kapitel geht es um das Problem des Verhältnisses der Ideen zu den (sinnlichen) Dingen. Dabei wurde deutlich, daß die Ideen im 'Timaios' auch die Rolle von Begriffen spielen und sich das genannte Verhältnis nicht nur aus einem ontologischen, sondern auch aus einem epistemologischen Gesichtspunkt begreifen läßt.
Das vierte Kapitel behandelt die Begriffe des Werdens und der (sinnlichen) Dinge. Es geht erstens um den Nachweis, daß die beiden Erklärungsmodelle, nämlich die klassische Ideenlehre und die Mathematik, im 'Timaios' zwei unterschiedliche Auffassungen des Werdens bedingen, und zweitens um die Klärung der Voraussetzungen und der Notwendigkeit der von Platon eingeführten Raumbegriffe. Die nicht-mathematischen Bestimmungen lassen sich nicht auf die mathematischen Bestimmungen der (sinnlichen) Dinge reduzieren.
Ziel des fünften Kapitels ist es, die wesentlichen Momente und den Sinn des Platonischen Raumbegriffs zu verdeutlichen. Im Ergebnis stellte sich heraus, daß der Raumbegriff Platons sowohl den Aristotelischen Begriff der primären Materie als auch den Begriff des geometrischen Raumes einschließt. Dieser Doppelsinn, der eine aus Platonischer Sicht erkenntnistheoretisch wohlbegründete und insofern auch systematisch gewollte Perspektivendifferenz ist, ist zugleich der eigentliche Inhalt eines wahrscheinlichen Logo
The first chapter examines Plato's philosophy of nature as a whole. According to Plato, the probability of each explanation of nature rests in the application of exact explanations on the empirical things which include a moment which is not reachable from mind or reason.
The second chapter concerns the nature of the Demiurge which is presented as the creator of the world. The goal is to show that the Demiurge is a metaphor for Timaeus who is the author' of this lecture. Furthermore, Timaeus is the mind and/or reason which constructs the world: The world creates itself within the theory.
The third chapter explores the problem of the relationship between Ideas and empirical things. It becomes thereby clear that Ideas in 'Timaeus' also play the role of concepts and that the relationship between Ideas and empirical things can be understood not only from an ontological but also from an epistemological point of view.
The fourth chapter deals with the concepts of Becoming and of empirical things. First, it will be proved that both models of explanation, namely the classical theory of Ideas and mathematics, necessitate two different views of Becoming. Second, I will clarify the conceptions of Plato's concept of space and this theory's necessity. Not-mathematical properties can not be reduced to the mathematical properties of empirical things.
The goal of the fifth chapter is to elucidate the essential moments and the meaning of Plato's concept of space. Plato's concept of space includes the concept of primary matter and of geometrical extension. This ambiguity which is well-founded epistemologically in Plato's thought and is therefore a necessary difference of perspectives is at the same time the real content of a probable account of nature.
 
Publisher Universität Konstanz
Fachbereich Philosophie. Fachbereich Philosophie
 
Date 1999
 
Type Thesis.Doctoral
 
Format application/pdf
 
Identifier urn:nbn:de:bsz:352-opus-3595
http://kops.ub.uni-konstanz.de/volltexte/1999/359/
 
Language ger
 
Rights http://kops.ub.uni-konstanz.de/doku/urheberrecht.php